Der workshop richtet sich an Anwälte, Notare und Amtsträger. Gemeinsam sollen die Chancen und Konflikte des reformierten Betreuungsrecht diskutiert werden. Wichtige Schnittmengen in der täglichen Beratungs- Kontroll- und Endscheidungstätigkeit werden erarbeitet. Im Mittelpunkt soll daber immer die Selbstbestimmung des Betreuten unter Beachtung der Umsetzungskonflikte stehen. Zielsetzung des workshop ist das bessere Verständnis für alle Beteiligte im Prozess der immateriellen Vorsorge und deren Umsetzung in der Betreuungssituation.
Ablauf:
Begrüßung und Vorstellung des Themas: Kurze Einführung in die Bedeutung des reformierten Betreuungsrecht und Bedeutung der Selbstbestimmung.
Teilnehmer teilen ihre Erwartungen: Welche Konflikte sehen die Teilnehmer durch das Recht auf Selbstbestimmung. Welche Erfahrungen wurden bereits gemacht?
Persönliche Wünsche des Betreuten: Wie werden Wünsche des Vorsorgenden in Vollmachten dokumentiert. Wie soll die Umsetzung realisiert werden. Wie kann das Betreuungsgericht diese Selbstbestimmung dokumentieren und kontrollieren.
Konsequenzen der Selbstbestimmung: Auswirkungen auf Wohnsituation und persönliches Vermögen. Konfliktpotential innerhalb Betreuer, Betreuungsgericht sowie der An- und Zugehörigen.
Konflikt: Selbstbestimmung und Zumutbarkeit.
Haftungsrisiken: Für beratende Berufe bei der Vollmachterstellung, Betreuer bei der Umsetzung, Betreuungsgericht als Kontrollinstanz.
Vorsorgegutachten: Chancen und Nutzen bei der Ermittlung der Wunschvorstellung des Betreuten.
Ziel des workshop: Sensibilisierung für das Recht der Selbstbestiimung und gemeinschaftliches Handeln aller Beteiligten Personen.
Dauer: 150 Minuten